Heute, beim durchstöbern meiner digitalen Post – stieß ich auf einen Text, welcher mich schmunzeln lies………

Zum einem las ich das die „Wessis“ im Moment, in etwa nachfühlen können wie man sich in der DDR fühlte.
Nun das war der erste Schmunzler des Tages.

Der zweite sorgte dafür „Was ist jetzt mit unserem Sport ?“ (gemeint ist der Kampfsport)

Einige von euch waren damals dabei als ich den BUDO – Abend machte „Kampfsport in der DDR“.
Genau diese Zeiten kamen mir wieder in den „Kopf“.

In der damaligen DDR war es verboten Kampfsport auszuüben, so wie wir es heute tun.
Erlaubt waren JUDO + RINGEN + BOXEN und das unter strenger Aufsicht, des Staates.

Da ich mit 6 Jahren zum Judo kam und mit ca. 9 Jahren zum Karate wechselte wusste ich damals
noch nicht das dies verboten ist. Mein Trainer erzählte es damals „beiläufig“.
Er sagte, wir sollen niemanden erzählen was wir hier tun, wenn wir gefragt werden….
……sagt „Wir machen JUDO“.

Ein mir bekannter Karate – Trainer wurde auf dem Rückweg von Ungarn in die DDR an der Grenze
verhaftet und für ein dreiviertel Jahr inhaftiert. Sein Vergehen, er nahm an einem Karate – Wettkampf
in Ungarn teil.

Sicherlich gibt es noch mehr Leute aus der damaligen DDR – welche den Kampfsport im „Untergrund“
erlernt haben. In umgebauten Doppelgaragen, in alten Holzschuppen oder in Kellern………..

Unterlagen gab es keine, wenn man ein Buch bekommen hatte aus dem Kampfsportbereich wurde dies
„inhaliert“ nicht gelesen. Bilder wurden mit Butterbrotpapier abgemalt „kopiert“ und vieles mehr.

Das Wissen und Können welches wir erlangten wurde geteilt, es gab kein Neid, oder gar
„Wer ist der Beste“. Wir trainierten gemeinsam und wussten um die Gefahr, in der wir waren.

Diese Einstellung zum Training lies uns „hart trainieren“ denn wir wussten nicht wann wir „auffliegen“
Uns war bewusst, das wir etwas tun was harte Konsequenzen für uns und unsere Familien haben würde,
wenn man uns erwischt.

Wir trainierten, hart und ständig, da uns bewusst war das wir „keine Zeit“ haben.
Keine Zeit im Sinn von „wir sind noch jung“ – wir rechneten damit damit das wir „erwischt“ werden,
bzw. „ab morgen“ wir uns nicht mehr treffen können.

Das war unser Ansporn, das war unser Ehrgeiz, der auch dazu führte das wir zu hause übten, das was möglich war.

Ich bitte euch, denkt darüber nach, wie ihr zum Training steht. Denkt daran das jede Zeit sehr schnell vorbei sein kann.

………..wie man derzeit sehen kann !